Das Leitbild für Zeuthen ist beschlossen
Veröffentlicht am 11. November 2022Das Hauptthema der letzten GVT war der Beschluss über das „Leitbild für Zeuthen“. Dieses soll uns in den nächsten Jahren begleiten und ein Leitfaden für die weitere Entwicklung der Gemeinde sein. Es war der Abschluss einer Diskussion, die sich alle Fraktionen nicht leicht gemacht hatten. In den letzten zwei Jahren wurde in vielen Gesprächen und Workshops mit Einwohnern, Vereinen, den Fraktionen und nicht zuletzt in der Koordinierungsgruppe um viele Punkte gerungen. In dieser Zeit wurden auch von den Zeuthenern viele Veränderungswünsche eingebracht. Es war kein leichter Weg, aber wir – und damit meine ich alle Fraktionen – haben es gemeinsam geschafft! Nun gilt es, entsprechend diesem Leitbild das Leben in unserem Wohnort zu gestalten. Einen großen Dank an alle Beteiligten!
Ein weiteres Thema, das uns allen unter den Nägeln brennt, ist die Situation an der „Grundschule am Wald“. Hier gab es viele verschiedene Ideen, wir mussten einen Sonderausschuss „Schule“ ins Leben rufen, in dem es nur um unsere Schulen geht. Ein großes Lob geht hier an die Gemeindeverwaltung. Sie hat kontinuierlich neue und alte Vorschläge geprüft und immer wieder nach Lösungen gesucht. Schließlich wurde eine Möglichkeit gefunden, kurzfristig eine temporäre Entlastung zu schaffen, die wir auch im Haushalt stemmen können, ohne dabei die Dringlichkeit der Errichtung des Multifunktionsgebäudes und die Planung einer zweiten Grundschule aus den Augen zu verlieren.
Beides bedarf großer Anstrengungen von Seiten der Verwaltung! Denn wenn die angekündigten Fördermittel ausbleiben, muss die Gemeinde einen Kredit aufnehmen. Dieser muss aber von der Kommunalaufsicht genehmigt werden. Schon sind wir bei unserem nächsten großen Thema: dem Haushalt. Wir wollen ihn möglichst in der nächsten GVT beschließen, um keine Verzögerungen zuzulassen. Das ist eine Herausforderung vor allem für die Kämmerei und die Fachämter, aber auch für die Gemeindevertreter. Denn bei der finanziell angespannten Lage wird alles auf den Prüfstand gestellt. Trotz der vielen diskutierten Einsparungen im kommenden Jahr ist unsere Fraktion der Auffassung, dass das von vielen Zeuthenern gewünschte Ortsfest stattfinden MUSS und die Gelder dafür bereitgestellt werden sollten.
Wir unterstützen den Vorschlag der CDU, die Planung für die Miersdorfer Chaussee statt der Planung für den Ausbau der Schillerstrasse voranzutreiben, damit unser Zentrum wieder attraktiver wird. Zum schlechten Schluss: Der Bahnhof: Hier fehlen uns die Worte. Die Deutsche Bahn spielt ein übles Spiel mit den Zeuthener Bürgern, jeder der mit ihr fährt, weiß, dass sie um Ausreden nie verlegen ist, ihre Betriebsprozesse aber nicht ansatzweise beherrscht. Dass auf dem Rücken der S-Bahn-Fahrgäste zuerst Schuldfragen mit den Auftragnehmern der Bahn geklärt werden und wir uns als Kunden gefälligst hinten anzustellen haben, schlägt dem Fass aber den Boden aus! Wie lange müssen wir die Auswirkungen der Unfähigkeit der Verantwortlichen der Bahn beim Bahnhofsumbau noch ertragen? Hat man mal wieder den billigsten und nicht den preisgünstigsten Planer beauftragt? Schlimmer geht es nimmer! Zwar wurde Rom nicht an einem Tag erbaut, die gesamte Bahnstrecke nach Görlitz aber in der Hälfte der Zeit, die bis jetzt für den Bahnhofsumbau benötigt wird – und der ist noch nicht fertig. Chapeau, Herr Lutz!